Hybridlandschaft


Die visuelle Research Hybridlandschaft startete 2022 in Zusammenarbeit mit Ansgar Stadler. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung und Revitalisierung von Moorlandschaften als Schlüssel für den Klimaschutz. Die Forschung konzentriert sich auf Torf, ein organisches Material, das über Jahrtausende Kohlenstoff speichert und eine entscheidende Rolle im globalen Ökosystem spielt.

In Zukunft wird unser Lebensraum immer mehr von Extremwetterereignissen betroffen sein, Dürren und Überflutungen sind die Folge. Trotz umfassender Infrastrukturprojekte zur Regulierung des Wasserhaushaltes, bleibt das Element unberechenbar. Der menschliche Ansatz der absoluten Kontrolle wird zukünftige, klimabedingte Herausforderungen nicht auffangen können. Was passiert also, wenn wir der Natur wieder mehr Kontrolle zusprechen, wenn Wasser ein umfassender Teil unserer Umwelt wird und so Hitze und Starkregenfall nicht mehr als Bedrohung, sondern als landschaftsbildende Elemente begriffen werden?



Um ein solches Szenario einer hybriden Landschaft zu skizzieren, lenkt die Research Hybridlandschaft den Blick auf das Ökosystem der Moore. Diese feuchten Landschaften sind heute schon vielfältig, artenreich und speichern im aktivem Zustand große Mengen an CO2. Sie fungieren weiter als Auffangbecken für überschüssige Wassermengen, verhindern so zerstörerisches Hochwasser und wirken Dürren entgegen.



Die Auseinandersetzung mit Moorlandschaften begann im Januar 2022. Im Rahmen einer Winterschool der ETH Zürich und der FH Potsdam begaben wir uns auf eine Reise durch Brandenburg. Mit unserer Projektpartnerinnen Julia Straussmann und Eva Eckert (FH Potsdam) erkundeten wir die Schwemmgebiete entlang der Havel. Die Erkenntnisse flossen in unser erstes Fragment - eine Forschungsarbeit zum Thema Moorlandschaften am Lehrstuhl von Prof. Günther Vogt (ETH Zürich).



Die Theorie hat uns gepackt. Über die Zeit erweiterten neue Fragmente die Researchreihe. Neue Auseinandersetzungen durch weitere Medien kamen dazu. So entstanden zum Schluss die theoretisch-analytische Arbeit island, die Installation reanimation, die interaktive Karte trace, der Essayfilm Shifting Grounds und die Performance neuland.


w/ Ansgar Stadler
Kollaborationen Stadtgärtnerei Zürich, Kollektiv Chroma
Team Andy Lörtscher (Styling), Anton Krebs (Edit), Cathrin Merscher (Performerin), Eva Eckert (Architektin), Frédéric Huber (Architekt), Julia Straussmann (Architektin), Justus Briese (DoP), Lea Studer (Lichttechnik), Leah Spirk (Biologin), Line De Kaenel (Lichttechnik), Lisa Kilthau-Merscher (Choreografin), Maëlle Odermatt (Architektin), Michael Utiger (Komponist), Nina Dettwiler (Architektin), Paul Grieguszies (Make-Up), Simona Schlegel (Kostümdesignerin), Zana Selimi (Regisseurin)  
Support Grün Stadt Zürich, Kollektiv Chroma, Prof. Dipl.-Ing. Maren Brakebusch, Prof. Dr. Silvia Malcovati, Prof. em Dr. h. c. Günther Vogt, Residency Cima Citta, Simon Jeger (Robotiker), Thomas Kissling, Tobias Takke (Gärtner / Grünstadt Zürich), Verein Zitrone
Medien Installation, Grafikdesign, Performance, Text
Format Freie Arbeit
Ort Zürich, Brandenburg, Tessin
Datum seit Januar 2022